SCCM-Ablösung mit Microsoft Intune

    Microsoft Configuration Manager, früher SCCM, bleibt verfügbar und unterstützt, wird aber nicht mehr weiterentwickelt. Ab der Version 2609 im September 2026 erscheint nur noch ein Release pro Jahr; alle Neuerungen fliessen in Microsoft Intune. Gleichzeitig ist der Support für Windows 10 im Oktober 2025 ausgelaufen. Für viele Organisationen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Geräteverwaltung neu aufzustellen. Wir begleiten den Weg von Configuration Manager zu Intune so, dass Sicherheit und Nachvollziehbarkeit erhalten bleiben.

    Warum jetzt

    • Strategische Richtung: Neue Funktionen für Sicherheit, KI und Geräteverwaltung erscheinen in Intune, nicht mehr in Configuration Manager.
    • Infrastruktur: Configuration Manager braucht Server, Datenbank, Verteilpunkte und VPN für Geräte ausserhalb des Netzes. Intune verwaltet Geräte über das Internet.
    • Arbeitsweise: Mobile Mitarbeitende, Homeoffice und Zero-Trust-Konzepte setzen eine Verwaltung voraus, die nicht vom Firmennetz abhängt.
    • Windows 11: Die Umstellung auf Windows 11 ist eine natürliche Gelegenheit, Geräte neu mit Windows Autopilot bereitzustellen.

    Co-Management als Brücke

    Co-Management verbindet Configuration Manager und Intune auf demselben Gerät. Arbeitslasten wie Compliance-Richtlinien, Windows-Updates, Gerätekonfiguration oder App-Verteilung werden einzeln und schrittweise an Intune übergeben. So bleibt der Betrieb stabil, und jede Umstellung lässt sich testen und zurücknehmen.

    Arbeitslast Typische Reihenfolge Hinweis
    Compliance-Richtlinien früh Voraussetzung für Conditional Access
    Windows-Updates früh Windows Autopatch oder Update-Ringe in Intune
    Gerätekonfiguration mittel Gruppenrichtlinien in Einstellungskataloge überführen
    Endpoint Protection mittel Defender-Richtlinien zentral steuern
    App-Verteilung spät Pakete neu erstellen, Abhängigkeiten prüfen
    Betriebssystem-Bereitstellung spät Autopilot statt Task Sequence

    Was regulierte Organisationen beachten müssen

    1. Gruppenrichtlinien und Sicherheitsbaselines: Bestehende Vorgaben müssen nachweisbar in Intune abgebildet werden. Wir erstellen eine Zuordnung von alter zu neuer Einstellung.
    2. Spezialgeräte: Geräte ohne Internetzugang, Kiosk-Systeme oder Geräte in abgeschotteten Netzen bleiben oft bei Configuration Manager.
    3. Server: Intune verwaltet keine Windows-Server. Hier braucht es Configuration Manager, Azure Arc oder ein anderes Werkzeug.
    4. Protokollierung: Änderungen an Richtlinien und Zuweisungen müssen nachvollziehbar sein, etwa über Freigabeprozesse und die Protokolle in Intune.
    5. Datenstandort: Intune-Daten liegen je nach Tenant-Region; für Schweizer Tenants ist das zu dokumentieren.

    Unser Vorgehen

    1. Bestandsaufnahme: Geräte, Gruppenrichtlinien, Applikationen, Update-Prozesse und Spezialfälle erheben.
    2. Zielbild: Welche Geräte wechseln ganz zu Intune, welche bleiben in Co-Management, welche bei Configuration Manager.
    3. Co-Management aktivieren: Pilotgruppen definieren und erste Arbeitslasten umstellen.
    4. Richtlinien und Apps überführen: Einstellungen bereinigen statt kopieren, Applikationen neu paketieren.
    5. Autopilot und Windows 11: neue Geräte direkt cloud-verwaltet bereitstellen.
    6. Rückbau: Configuration Manager auf den verbleibenden Umfang reduzieren oder stilllegen.

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    Microsoft-365-Einführung (Pillar) · Conditional Access Review · Microsoft 365 Tenant Review · Cyber Security

    Häufige Fragen

    Wird Configuration Manager abgekündigt?

    Nein. Microsoft unterstützt das Produkt weiterhin, jede Version 18 Monate lang. Neue Funktionen entstehen aber nur noch in Intune.

    Können wir ganz auf Configuration Manager verzichten?

    Für Arbeitsplatzgeräte meist ja. Für Server und Spezialgeräte braucht es eine Lösung, die wir im Zielbild festlegen.

    Brauchen wir zusätzliche Lizenzen?

    Intune ist in Microsoft 365 E3 und E5 enthalten. Einzelne Zusatzfunktionen wie Remote Help oder Endpoint Privilege Management sind kostenpflichtig oder in höheren Paketen enthalten.

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