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    Copilot-Readiness-Check: acht Prüfpunkte vor dem Rollout

    Copilot zeigt jedem alles, worauf er Zugriff hat. Acht Prüfpunkte, mit denen Sie vor dem Rollout Berechtigungen, Daten und Regeln absichern.

    Von Roger HaueterVeröffentlicht am Aktualisiert am 5 Minuten

    Microsoft 365 Copilot zeigt jedem Benutzer alles, worauf er Zugriff hat, auch was versehentlich zu breit freigegeben ist. Ein Readiness-Check klärt vor dem Rollout, ob Berechtigungen, Klassifizierung, Datenschutz und Regeln tragen.

    Was sich seit 2023 geändert hat

    • Das Minimum von 300 Lizenzen gibt es nicht mehr; Copilot lässt sich ab einer Lizenz beziehen.
    • Copilot Chat steht allen Benutzern mit berechtigter Microsoft-365-Lizenz ohne Zusatzkosten zur Verfügung.
    • Mit einer Copilot-Lizenz erhalten Sie Funktionen aus SharePoint Advanced Management, zum Beispiel Restricted Content Discovery, Berichte zu Berechtigungen und Richtlinien für inaktive Sites.
    • Purview kann Copilot über DLP-Richtlinien daran hindern, gelabelte Inhalte zu verarbeiten.

    Die acht Prüfpunkte

    # Prüfpunkt Leitfrage Werkzeug
    1 Anwendungsfälle Wo bringt Copilot messbaren Nutzen, für welche Rollen? Workshops, Personas
    2 Oversharing Welche Sites sind für «alle» oder per Link offen? SAM-Berichte, Site Access Review
    3 Klassifizierung Sind vertrauliche Inhalte gelabelt? Purview Sensitivity Labels
    4 Schutz für KI Was darf Copilot nicht verarbeiten? DLP für Copilot, RCD
    5 Datenschutz Welche Rahmenbedingungen gelten (DSG, FINMA, Personalvertretung)? DSFA, Datenschutzberatung
    6 Datenstandort Wo werden Daten gespeichert und verarbeitet? Data Location im Admin Center
    7 Lizenzen und Technik Welche Lizenz für wen, sind die Apps aktuell? Lizenzanalyse, M365 Apps
    8 Governance und Befähigung Welche Regeln, Schulungen und Feedbackwege gibt es? KI-Richtlinie, Champions

    Datenverarbeitung für Schweizer Organisationen

    Copilot-Anfragen aus der Schweiz werden innerhalb der EU Data Boundary verarbeitet. Microsoft hat die Verarbeitung im Land für die Schweiz angekündigt, den Zeitplan im April 2026 aber angepasst; für die Schweiz nennt Microsoft aktuell kein Datum. Zur Speicherung gilt neu: Wer die Daten in der Schweiz halten will, muss bis 14. Dezember 2026 eine Einstellung aktivieren (Details).

    Vorgehen

    1. Bestandsaufnahme der Prüfpunkte 2 bis 7, mit Bericht und Massnahmenliste.
    2. Pilot mit 20 bis 50 Benutzern aus klar definierten Anwendungsfällen.
    3. Massnahmen umsetzen: Berechtigungen bereinigen, Labels und DLP, Richtlinie.
    4. Rollout in Wellen mit Kommunikation und Schulung, danach Wirkung messen.

    Weiterlesen: Purview und Copilot · KI-Usage-Policy · Copilot-Lizenzen

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