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    Microsoft 365 E7 und Agent 365: was hinter der Frontier Suite steckt

    E7 bündelt E5, Copilot, Entra Suite und Agent 365. Was das kostet, was Agent 365 leistet und was IT-Leitungen jetzt entscheiden sollten.

    Von Roger HaueterVeröffentlicht am Aktualisiert am 5 Minuten

    Mit Microsoft 365 E7 gibt es seit dem 1. Mai 2026 erstmals seit E5 (2015) einen neuen Top-Tier. Der Listenpreis liegt bei 99 USD pro Benutzer und Monat.

    Was in E7 enthalten ist

    E7 bündelt Microsoft 365 E5, Microsoft 365 Copilot, die Microsoft Entra Suite und Agent 365. Dazu kommen Work IQ als gemeinsame Kontextschicht sowie erweiterte Funktionen in Defender, Intune und Purview.

    Komponente Einzelpreis (USD/Benutzer/Monat)
    Microsoft 365 E5 (seit 1. Juli 2026) 60
    Microsoft 365 Copilot 30
    Agent 365 15
    Microsoft Entra Suite 12
    Summe einzeln 117
    Microsoft 365 E7 99

    Gegenüber der Einzellizenzierung spart E7 rund 15 Prozent. Wer heute bereits E5 und Copilot bezieht (90 USD), zahlt 9 USD mehr und erhält Agent 365 und die Entra Suite dazu.

    Agent 365: Governance für Agenten

    Agent 365 ist kein Werkzeug zum Bauen von Agenten, sondern eine Steuerungs- und Sicherheitsschicht. Es inventarisiert alle Agenten im Tenant, auch solche von Drittanbietern, und setzt Richtlinien durch.

    • Jeder Agent erhält eine eigene Identität in Microsoft Entra ID.
    • Conditional-Access-Richtlinien können riskante Agenten automatisch sperren.
    • Lebenszyklusregeln markieren Agenten ohne Besitzer und lassen inaktive Agenten auslaufen.
    • Purview schützt die Daten, die Agenten verarbeiten; Defender überwacht Bedrohungen.

    Agent 365 ist auch einzeln erhältlich. Wer kein E7 will, kann die Governance-Schicht also separat lizenzieren.

    Work IQ: der Kontext der Organisation

    Work IQ sorgt dafür, dass Copilot und Agenten im Kontext der Daten, Beziehungen und Prozesse der Organisation arbeiten. Sensitivity Labels und Compliance-Regeln gelten dabei weiter. Technisch stellt Work IQ standardisierte MCP-Server für Mail, Kalender und Teams bereit, mit Audit im Defender-Portal.

    Was das für IT-Leitung und CIO bedeutet

    1. Rechnung machen: Für Organisationen mit E5 und breitem Copilot-Einsatz ist E7 meist günstiger. Mit wenigen Copilot-Lizenzen lohnt sich eher E5 plus gezielte Add-ons.
    2. Agenten inventarisieren: Schon heute entstehen Agenten in Copilot Studio und durch Fachbereiche. Ohne Inventar fehlt die Grundlage für jede Freigabe.
    3. Abhängigkeit bewusst entscheiden: Work IQ bindet Agenten enger an die Microsoft-Plattform. In regulierten Organisationen gehört diese Abwägung in die Architekturentscheidung.
    4. Regeln festlegen: Welche Agenten sind zugelassen, welche Daten dürfen sie verarbeiten, wer ist Besitzer, wann wird ein Agent abgeschaltet?

    Fazit

    E7 ist vor allem ein Signal: Microsoft sieht Agenten als nächste Stufe nach Copilot und richtet die Lizenzen danach aus. Entscheidend ist nicht die Lizenz, sondern ob Ihre Organisation Agenten steuern kann, bevor sie sich verbreiten.

    Weiterlesen: KI-Agenten-Governance · Copilot-Lizenzen im Vergleich

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