Nach einer Fusion, einem Rebranding oder einer Umfirmierung soll auch Microsoft 365 den neuen Namen tragen. «Den Tenant umbenennen» meint dabei drei verschiedene Dinge, die unterschiedlich aufwendig sind: den Organisationsnamen, die onmicrosoft.com-Domain und die SharePoint-Adresse.
1. Organisationsnamen ändern
Der Organisationsname erscheint unter anderem in Anmeldeseiten, E-Mails von Microsoft und in Teams. Sie ändern ihn im Microsoft 365 Admin Center unter Einstellungen › Organisationseinstellungen › Organisationsprofil. Die Änderung ist unkritisch und hat keine Auswirkungen auf Adressen oder Daten.
2. onmicrosoft.com-Domain ergänzen
Die ursprüngliche Domain (z. B. altname.onmicrosoft.com) lässt sich nicht umbenennen. Sie können aber zusätzliche onmicrosoft.com-Domains hinzufügen und eine davon als Fallback-Domain festlegen.
- Maximal fünf onmicrosoft.com-Domains pro Tenant, einmal angelegt lassen sie sich nicht mehr löschen. Prüfen Sie die Schreibweise deshalb genau.
- Es gibt immer genau eine Fallback-Domain. Sie wird für neue Gruppen- und Teams-Adressen verwendet.
- Bestehende SharePoint- und OneDrive-Adressen ändern sich dadurch nicht.
- Für den E-Mail-Versand an Externe sind onmicrosoft.com-Adressen nicht gedacht; Microsoft beschränkt den Versand darüber stark.
3. SharePoint-Adresse umbenennen
Aus altname.sharepoint.com wird neuname.sharepoint.com, inklusive aller Websites und OneDrive-Konten. Die Funktion ist seit Oktober 2025 allgemein verfügbar und ohne Begrenzung der Anzahl Websites nutzbar.
- Voraussetzungen: Rolle SharePoint- oder globaler Administrator, die neue onmicrosoft.com-Domain ist im Tenant bereits angelegt. Ab mehr als 10'000 Websites verlangt Microsoft SharePoint Advanced Management für alle Benutzer.
- Nicht möglich bei Multi-Geo-Tenants und bei Tenants mit Vanity-Domain-Konfiguration.
- Planung: Die Umbenennung wird per PowerShell (Start-SPOTenantRename) für einen Zeitpunkt zwischen 24 Stunden und 30 Tagen im Voraus geplant.
- Danach lassen sich gelöschte Websites nicht mehr wiederherstellen. Stellen Sie benötigte Websites vorher wieder her.
Was Sie vorher prüfen sollten
- Skripte, Power Automate Flows, Power Apps und Integrationen mit fest hinterlegten SharePoint-Adressen
- Drittanwendungen und Backup-Lösungen, die auf SharePoint oder OneDrive zugreifen
- Verknüpfungen in Dokumenten, Lesezeichen und synchronisierte Bibliotheken auf den Geräten
- Hub-Websites und Suchkonfiguration
- Kommunikation an Website-Besitzer und Mitarbeitende
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