Oktober 17, 2012
Das ist neu in SharePoint 2013
Authentication
Microsoft hat nach eigener Aussage die Claims-based Authentication vereinfacht und Support für Open Authorization 2.0 (OAuth) hinzugefügt. Aus diesem Grund nutzt neu jede Web Application standardmässig Claims Authentication.
Branding
SharePoint Sites können nun mit jedem HTML-Editor (z.B. Adobe Dreamweaver) bearbeitet werden. SharePoint Sites lassen sich jetzt "ganz normal" mit HTML, CSS und JavaScript erstellen.
Cloud first
Updates werden mit SharePoint 2013 immer zuerst in SharePoint Online auf Office 365 verfübar sein und erst anschliessend für die Serverprodukte freigegeben. Irgendwo meine ich mal gehört zu haben, dass der Update-Zyklus für SharePoint Online vierteljährlich und für SharePoint Server jährlich sein soll.
Migration
Die Migration von SharePoint 2010 auf SharePoint 2013 ist relativ ähnlich wie die Migration von MOSS 2007 auf SharePoint 2010. Genauer gesagt wie die Database Attached Migration, denn ein In-Place Upgrade auf SharePoint 2013 wird es nicht mehr geben. Auch fällt der PreUpgradeCheck weg, neu gibt es nur noch den Befehl Test-SPContentDatabase. Da in SharePoint 2013 standardmässig alle Web Applications die Claims Authentication nutzen, sollten vor dem Upgrade alle Web Applications auf Claims umgestellt werden. Nach der Migration behalten alle Sites den v14 Mode und müssen manuell auf v15 umgestellt. Angepasst Brandings, z.B. für Kunden, können in 99,9% der Fälle nicht migriert werden.
Mobile Geräte
Mit SharePoint 2013 werden endlich mobile Endgeräte unterstützt. Eine SharePoint Site wird für modernere mobile Geräte (ab Windows Phone 7.5, iOS 4 und Android 4.0) im Contemporary View in HTML5 gerendert. Ältere Geräte erhalten die Site im Classic View mit HTML angezeigt. Mit den gerätespezifischen Master Pages können Brandings verschiedenen Gerätetypen (Smartphone, Tablet, ...) zugewiesen werden. Auf einer SharePoint Site kann ein Push Notification Service aktiviert werden, welcher Besitzer eines Windows Phones über Aktualisierungen auf dem Laufenden hält. Weiter können auf einigen mobilen Geräte PerformancePoint WebParts, Excel Services und SQL Server Reporting Services Reports angezeigt werden lassen. Zudem wurde die Ansicht für mobile Geräte in Office Web Apps verbessert.
Office Web Apps
Office Web Apps ist nun eine eigenständige Serversoftware und wird auf einem eigenen Server betrieben. Mittels PowerShell lassen sich SharePoint 2013, Exchange 2013 und Lync 2013 einbinden, so dass diese Dokumente anzeigen können. Office Web Apps stellen ein Live Preview von Dokumenten zur Verfügung. Zudem können Dokumente aus Office Web Apps direkt in PDFs konvertiert werden.
SkyDrive Pro
SharePoint Workspace, das Tool mit welchem Dateien offline verfügbar gemacht werden konnten, wird es in SharePoint 2013 nicht mehr geben. An seine Stelle tritt SkyDrive Pro, welches Dateien in die Cloud synchronisert, offline verfübar macht und mit SharePoint abgleicht, sobald man wieder online ist.
Social
Die My Site wurde stark erweitertet und besteht neu aus einem Newsfeed und Sky Drive. Der Newsfeed ist in Form eines Microblogs gehalten und nutzt bekannte Funktionen wie Hashtags, Following, Mentions usw. Im Newsfeed werden Updates abonnierter Sites und Dokumenten angezeigt (bisher Benachrichtigungen). Ein nettes Feature auf der My Site sind die Tasks, welche mit Hilfe der Suche alle mir zugeordneten Aufgaben aus den SharePoint Sites, Project Sites und aus Exchange zentral zusammenfassen.
Suche
Die neue Suche in SharePoint 2013 enthält nicht nur eine vollständige Integration von FAST Search, sondern wurde auch auf Grund den Erkenntnissen aus Microsoft Research und Bing weiterentwickelt. Diese Kombination bietet zahlreiche neue Möglichkeiten, um Inhalte dynamisch zusammenstellen zu lassen. Nebst den bereits bekannten Full und Incremental Crawls gibt es neu auch Continuous Crawls, welche permenent den Index aktuell halten. Weiter erhält der Benutzer Suchempfehlungen auf Grund seines bisherigen Suchverhaltens.
Und sonst?
- PDF Dateien werden Out-of-the-Box unterstützt. Ein iFilter ist nicht mehr nötig.
- SharePoint 2013 stellt neue Funktionen wie z.B. eDiscovery bereit.
- Es gibt neue Templates, wie beispielsweise das Blog oder Community Template.
- Auch weiterhin werden nur die 32-Bit Versionen ab Internet Explorer 8 in vollem Umfang unterstützt.
- Daten werden in SharePoint 2013 gecached und nicht sofort in die Datenbank geschrieben.
- In Team Sites können im Zusammenspiel mit Exchange Team Mailboxen erstellt werden, welche via OWA und Outlook zugänglich sind.
- Die Workflows in SharePoint 2013 wurden verbessert.
- Das Entwicklen in SharePoint 2013 soll durch bekannte Tools, Sprachen und Hosting Services wie ASP.NET, Apache, C#, Java oder PHP einfacher werden
- Zahlreiche neue BI-Features; Power View Add-in für Excel, getrennte PivotChart und PivotTable Reports und ein aktualisiertes Business Intelligence Center Site Template.
- Verbessertes Web Content Management mit itegriertem Übersetzungsdienst, Cross-Site Publishing, Managed Navigation, benutzerfreundliche URLs usw.
Oktober 11, 2012
Term Store Management fehlt in den Site Settings (Site Collection)
Fehlt in den Site Settings einer Site Collection unter Site Administration die Option Term store management, dann ist das entsprechende Feature hierfür nicht aktiviert worden. Dies kann mittels PowerShell einfach nachgeholt werden.
Öffnen Sie dazu die SharePoint 2010 Management Shell und setzen Sie nachstehenden Befehl ab:
Enable-SPFeature -id “73EF14B1-13A9-416b-A9B5-ECECA2B0604C” -Url http://ihre-sitecollection/url
Den gleichen Befehl gibt's auch unter STSADM:
stsadm.exe -o activatefeature -id 73EF14B1-13A9-416b-A9B5-ECECA2B0604C –url http://ihre-sitecollection/url –force
Oktober 10, 2012
MySite Bilder ab Fileshare importieren und den Usern zuordnen
Sind die Profilbilder der Benutzer im Active Directory hinterlegt, so werden diese automatisch auf der jeweiligen MySite eines Benutzers angezeigt. Wurden im Active Directory keine Profilbilder hinterlegt, so können diese entweder durch jeden Benutzer selbst hochgeladen werden oder durch einen IT Pro mittels Script vom Fileshare importiert und den jeweiligen Usern zugeordnet. Dieser Blogpost beschäftigt sich mit letzterem.
Erstellen Sie eine neue Document Library. Wählen Sie „none“ als Standarddateiformat. Navigieren Sie in der neu erstellten Library zu Library Tools > Library und klicken Sie dort Open with Explorer. Kopieren Sie alle zu importierenden MySites Bilder vom Fileshare in das neu geöffnete Windows Explorer Fenster.
Sobald alle Profilbilder hochgeladen wurden, klicken Sie auf Export to Excel, um eine Liste aller Dateinamen der Bilder zu erhalten.
Erstellen Sie ein neues Excel Dokument, nennen Sie die erste Spalte emp_id und die zweite Spalte domain_user_name
Kopieren Sie alle Dateinamen aus der zuvor exportierten Exceldatei und fügen Sie diese im neu erstellten Dokument in den beiden Spalten (emp_id und domain_user_name) ein.
Markieren Sie die Spalte domain_user_name und entfernen Sie mittels Suchen & Ersetzen alle Dateinamen (wichtig für die Zuordnung Bildname = Username).
Nun müssen die Dateinamen noch die vollständige URL erhalten, damit das Script diese auslesen kann. Gehen Sie dazu nochmals in die SharePoint Library und kopieren Sie den Pfad einer Datei.
Fügen Sie diesen in der Excel Tabelle vor die bereits vorhandenen Dateinamen in der Spalte emp_id. Dies kann beispielsweise mit dem Befehl Concantenate realisiert werden.
Speichern Sie die Datei als CSV (Comma delimited) import.csv ab. Öffnen Sie die Datei mit Notepad und stellen Sie sicher, dass diese so aussieht:
Ersetzen Sie mittels Suchen & Ersetzen alle Semikolon durch ein Komma.
Speichern Sie die Datei.
Erstellen Sie eine neue Textdatei und kopieren Sie den nachstehenden Code hinein:
[void][system.reflection.assembly]::loadwithpartialname("Microsoft.Office.Server.UserProfiles")
$csvFile = "D:\import.csv"
$MySiteUrl = "http://IHRE-MYSITES-URL"
$site = Get-SPSite $MySiteUrl
write-host -ForegroundColor Green "get site"
if ($site -ne $null)
{
$context = Get-SPServiceContext $site
write-host -ForegroundColor Green "Get Context"
if ($context -ne $null)
{
$profileManager = New-Object Microsoft.Office.Server.UserProfiles.UserProfileManager($context)
write-host -ForegroundColor Green "Get ProfileManager"
$csv = import-csv -path $csvFile
write-host -ForegroundColor Green "Get CSV"
if ($profileManager -ne $null)
{
foreach ($line in $csv)
{
$user_name = "DOMAIN\" + $line.domain_user_name
write-host -ForegroundColor Green "Get " + $user_name
$up = $profileManager.GetUserProfile($user_name)
write-host -ForegroundColor Green "Get UserProfile - Done"
if($up)
{
$up["PictureURL"].Value = $line.emp_id
$up.Commit()
write-host $user_name,"--->",$up.DisplayName,"--->",$line.emp_id
$up = $null
}
}
}
}
}
Speichern Sie die Datei als import.ps1. Passen Sie die rot markierten Zeilen an und hinterlegen Sie die entsprechenden Werte Ihrer Umgebung:
$csvFile = Pfad zur CSV Datei
$MySiteUrl = Pfad zur Ihrer MySite
$user_name = „DOMAIN\“ + … = Domäne
Speichern Sie die Datei und führen Sie diese mit dem Benutzer aus, der für die User Profile Service Application hinterlegt ist.
Wenn der Import ohne Fehler durchgelaufen ist führen Sie anschliessend ihn der SharePoint 2010 Management Shell folgenden Befehl aus, um die Bilder auf die richtige Grösse zuschneiden zu lassen:
Update-SPProfilePhotoStore -MySiteHostLocation http://IHRE-MYSITES-URL
Leider ging im Eifer des Gefechts der Name des Autors, welcher den obigen Code geschrieben hat, verloren. Falls Sie der Autor dieses Import Scripts sind, bitte ich Sie, mir über das Kontaktformular eine Nachricht mit dem Link zum Originalbeitrag zu senden, damit ich auf Ihren Blog verweisen kann. Besten Dank.
Oktober 9, 2012
Gelöschte Site Collection in SharePoint 2010 SP1 wiederherstellen
Seit dem Service Pack 1 für SharePoint 2010 ist es möglich, über den Papierkorb (Recycle Bin) der entsprechenden Site Collection eine gelöschte Sites wiederherzustellen. Wird eine ganze Site Collection gelöscht, so lässt sich diese nicht via GUI wiederherstellen, jedoch mittels PowerShell.
Öffnen Sie dazu die SharePoint 2010 Management Shell mit administrativen Rechten.
Get-SPDeletedSite -Identity /deleted/SiteCollection
Dieser Befehl loaklisiert die gelöschte Site Collection und zeigt Informationen an. Nutzen Sie hier den relativen Serverpfad (/deleted/SiteCollection), anstelle einer vollständigen URL (http://servername/deleted/SiteCollection).
Get-SPDeletedSite -WebApplication http://yourwebapplication.techtask.com
Sollten Sie nicht mehr wissen, wie der Pfad der gelöschten Site Collection heisst, können Sie mit diesem Befehl alle gelöschten Site Collections einer Web Application anzeigen lassen. Alternativ können Sie z.B. auch innerhalb einer Content Database oder eines Zeitraumes nach gelöschten Site Collections suchen.
Restore-SPDeletedSite -Identity /deleted/SiteCollection
Dieser Befehl stellt die angegebene, gelöschte Site Collection wieder her. Nutzen Sie auch hier den relativen Serverpfad.
Get-SPDeletedSite /deleted/SiteCollection | Restore-SPDeletedSite
Mit Piping geht das Wiederherstellen etwas schneller.
September 24, 2012
Fehlermeldungen nach SharePoint 2010 Service Pack 1 Installation
Nach der Installation von Service Pack 1 für SharePoint Server 2010 oder SharePoint Foundation 2010 erscheinen bei machen Installationen folgende Fehlermeldungen:
Log Name: Application
Source: SharePoint 2010 Products Configuration Wizard
Event ID: 104
Task Category: None
Level: Error
User: -
Computer: SP2010APP01.TECHTASK.COM
Description:
Failed to upgrade SharePoint Products.
An exception of type Microsoft.SharePoint.PostSetupConfiguration.PostSetupConfigurationTaskException was thrown. Additional exception information: Failed to upgrade SharePoint Products.
Microsoft.SharePoint.PostSetupConfiguration.PostSetupConfigurationTaskException: Exception of type 'Microsoft.SharePoint.PostSetupConfiguration.PostSetupConfigurationTaskException' was thrown.
at Microsoft.SharePoint.PostSetupConfiguration.UpgradeTask.Run()
at Microsoft.SharePoint.PostSetupConfiguration.TaskThread.ExecuteTask()Log Name: Application
Source: SharePoint 2010 Products Configuration Wizard
Event ID: 100
Task Category: None
Level: Error
User: -
Computer: SP2010APP01.TECHTASK.COM
Description:
Configuration of SharePoint Products failed. Configuration must be performed in order for this product to operate properly. To diagnose the problem, review the extended error information located at C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\LOGS\PSCDiagnostics_1_01_2012_00_01_02_345_678901234.log, fix the problem, and run this configuration wizard again.Log Name: Application
Source: Microsoft-SharePoint Products-SharePoint Foundation
Event ID: 6398
Task Category: Timer
Level: Critical
User: TECHTASK\spfarm
Computer: SP2010APP01.TECHTASK.COM
Description:
The Execute method of job definition Microsoft.SharePoint.Administration.SPUpgradeJobDefinition (ID 5899f7b9-e9ed-4e99-829f-7b2577e31ed5) threw an exception. More information is included below.
Upgrade completed with errors. Review the upgrade log file located in C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\LOGS\Upgrade-20120101-456789-321.log. The number of errors and warnings is listed at the end of the upgrade log file.
Bekanntlich ist das Einspielen von Cumulative Updates sowie Service Packs ein zweistufiges Update, bei welchem zuerst die Binaries auf den Servern installiert werden und anschliessend mittels SharePoint 2010 Products Configuration Wizard die Datenbanken aktualisiert werden.
Tritt dabei einer oder mehrere der oben aufgeführten Fehler auf, so empfhielt sich nachstehendes Vorgehen:
- Starten Sie den SharePoint 2010 Prodcts Configuration Wizard nochmals
- Prüfen Sie das Application Log auf Fehler
- Starten Sie den betroffenen Server neu
- Prüfen Sie anschliessend nochmals das Application Log des Servers auf neue Fehler
- Führen Sie zur Sicherheit folgenden Befehl in der SharePoint 2010 Management Shell aus:
(get-spserver $env:computername).NeedsUpgrade
- Erhalten Sie als Wert False zurück, dann ist alles in Ordnung. Ist der Wert True, dann gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie die Command Prompt mit administrativen Rechten
- Wechseln Sie dort in folgendes das Verzeichnis C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\BIN (Befehl: cd "C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\BIN")
- Führen Sie diesen Befehl aus: PSConfig.exe -cmd upgrade -inplace b2b -force -cmd applicationcontent -install -cmd installfeatures









