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    Microsoft 365 Governance

    Power Platform: Flows und Apps über mehrere Umgebungen verwalten

    Flows und Apps sauber von der Entwicklung in die Produktion bringen: Umgebungsstrategie, Lösungen, Umgebungsvariablen und Pipelines.

    Von Roger HaueterVeröffentlicht am Aktualisiert am 2 Minuten

    In vielen Organisationen entstehen Flows und Apps direkt in der Standardumgebung, werden dort getestet und bleiben dort produktiv. Das geht so lange gut, bis eine Änderung einen geschäftskritischen Flow lahmlegt oder niemand mehr weiss, welche Version wo läuft. Die Lösung ist eine klare Trennung von Entwicklung, Test und Produktion und ein geregelter Weg dazwischen.

    Die Umgebungsstrategie

    • Standardumgebung: für persönliche Produktivität, nicht für geschäftskritische Lösungen.
    • Entwicklung: pro Team oder Projekt, hier wird gebaut.
    • Test: für Abnahme mit realistischen, aber unkritischen Daten.
    • Produktion: nur ausgerollte, verwaltete Lösungen, keine direkten Änderungen.

    Mit Umgebungsgruppen lassen sich Regeln (z. B. DLP-Richtlinien für Konnektoren) einheitlich auf mehrere Umgebungen anwenden.

    Alles in Lösungen packen

    Flows, Apps, Tabellen und Konnektoren gehören in eine Lösung. Zwei Bausteine machen sie zwischen Umgebungen portabel:

    • Umgebungsvariablen für Werte, die sich je Umgebung unterscheiden, etwa SharePoint-Adressen, E-Mail-Empfänger oder API-Endpunkte.
    • Verbindungsreferenzen, damit ein Flow in jeder Umgebung die passende Verbindung nutzt, ohne dass er angepasst werden muss.

    In Test und Produktion werden Lösungen immer als verwaltete Lösung importiert. So kann dort niemand unbemerkt etwas ändern.

    Pipelines: Deployment ohne Handarbeit

    Pipelines bringen eine Lösung auf Knopfdruck von der Entwicklung über Test in die Produktion.

    • Umgebungsvariablen und Verbindungen werden vor dem Deployment abgefragt und geprüft.
    • Stufen lassen sich nicht überspringen, und jede Version wird im Pipeline-Host gesichert.
    • Mit delegierten Deployments verlangen Sie eine Freigabe vor dem Produktiv-Deployment und lassen es unter einem Dienstprinzipal statt unter einer Person laufen.
    • Zielumgebungen müssen verwaltete Umgebungen (Managed Environments) sein, was Premium-Lizenzen für deren Nutzer voraussetzt.
    • Daten aus Dataverse-Tabellen werden nicht mitgenommen, und Pipelines funktionieren nur innerhalb eines Tenants.

    Typische Stolpersteine

    • Flows, die ausserhalb einer Lösung erstellt wurden, müssen erst in eine Lösung aufgenommen werden.
    • Verbindungen, die einer Person gehören, brechen, wenn diese das Unternehmen verlässt. Produktive Flows sollten unter einem Dienstkonto oder Dienstprinzipal laufen.
    • Ohne klare Verantwortliche wird jede Umgebungsstrategie mit der Zeit wieder unübersichtlich.

    Häufige Fragen

    Vom Wissen zur belastbaren Entscheidung.

    Wir unterstützen Sie bei der Einordnung, Konzeption und Umsetzung im konkreten Organisationskontext.